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Entstehungsgeschichte(Dr. Gerit Sonntag, Deutsche Forschungsgemeinschaft)Angeregt durch den amerikanischen PITAC-Bericht (President’s Information Technology Advisory Committee) trafen sich im Jahr 1999 rund 30 Informatikprofessoren auf Anregung der DFG und erarbeiteten Entwicklungseinschätzungen und Handlungsbedarf im Informatikbereich. Das daraus entstandene „Walberberg-Memorandum“ [1] forderte, dem drohenden deutschen Wettbewerbsnachteil durch verstärkte Forschungsförderung zu entgehen. Aus dieser Forderung entstand 2002 der Aktionsplan Informatik, der als Sonderform des Emmy Noether-Programms exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern den Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe ermöglichte. Auf den massiven Bedarf an Nachwuchskräften im Bereich Informatik, durch das altersbedingte fast gleichzeitige Ausscheiden vieler Professorinnen und Professoren in den vergangenen Jahren hatten bereits im Jahr 2000 sowohl der Fakultätentag für Informatik als auch die Gesellschaft für Informatik mehrfach öffentlich hingewiesen. In der Tat ist die Rechnung aufgegangen: Bis Mitte 2007 sind bereits über die Hälfte der seit 2003 von der DFG mit insgesamt 16,5 Millionen Euro geförderten rund 30 Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter auf eine volle Professorenstelle berufen worden. Aber auch das Förderverfahren als solches hat Schule gemacht. Als eine Sonderform des Emmy Noether-Programms wurde es speziell auf die Bedürfnisse exzellenten deutschen Nachwuchses im Ausland abgestimmt, um die Rückkehr nach Deutschland schmackhaft zu machen. Inzwischen hat das reguläre Emmy Noether-Programm der DFG die besonderen Kriterien des Aktionsplan Informatik übernommen. Die Gruppe der von der DFG geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Bereich Informatik kann als „neue Generation“ von Informatikforschern im Hochschulbereich angesehen werden. Gemeinsam haben sie den strengen Auswahlprozess der DFG durchlaufen, alle in einem ausländischen System geforscht, bevor sie nach Deutschland zurückgekommen sind, um eine Professur anzustreben, und sie haben zeitgleich den Berufungsprozess in Deutschland durchgemacht. Durch die Zeit im Ausland sind sie prädestiniert für eine Außensicht auf das deutsche System. Am 10. und 11. Juli 2006 traf sich diese Gruppe in Bonn, um über die aktuellen Themen in der Informatik zu diskutieren. Das Ergebnis ist das vorliegende Papier. [1] D. Schmid, M. Broy: ...noch nicht zu spät! Das Walberberg-Memorandum zur Förderung der IT-Forschung, Informatik Spektrum 23:109-117 (2000) |